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BeitragVerfasst: 28.07.2010 00:20 
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Das As der Asse (Frankreich, Deutschland 1982, Originaltitel: L'as des as)

Das Deutsche Reich richtet die Olympischen Sommerspiele 1936 aus. Jo Cavalier (Jean-Paul Belmondo) trainiert das französische Boxteam, die Sportler reisen mit dem Zug nach Berlin. Auf der Reise wird Jo von einem kleinen Jungen angesprochen, der gern ein Autogramm von ihm haben möchte. Der Knabe namens Simon Rosenblum (Rachid Ferrache) will zu seiner Familie nach Berlin, er lebt dort bei seinem Onkel, denn seine Eltern sind seit einiger Zeit tot. Bereits im Zug haben Nazischergen ein Auge auf das jüdische Kind geworfen. Am Berliner Bahnhof fällt der Junge erneut dem flotten Jo auf, der den Kurzen per Taxi nach Hause bringen will, weil dessen Familie ist nicht am Bahnhof auftaucht. In der Buchhandlung der Familie Rosenblum wütet derweil eine kleine Gruppe der Gestapo, mit denen sich der schlagfertige Franzose eine wüste Schlägerei liefert. Obwohl er es zunächst leugnet, geht Jo das Schicksal von Simon und dessen Verwandtschaft zu Herzen. Die Familie des Jungen ist inzwischen aufgetaucht, Jo versteckt sie zunächst im Hotel seiner Mannschaft. Die Familie soll sich nach Österreich absetzen, das zu diesem Zeitpunkt noch nicht dem Deutschen Reich angegliedert war. Bis zur Grenze ist es ein weiter Weg. Immerhin kann man auf die Hilfe des deutschen Generals von Beckmann (Frank Hoffmann) zählen. Jo schloss während des Ersten Weltkriegs Freundschaft mit dem Deutschen, obwohl sich die beiden zunächst als Piloten einen harten Kampf in der Luft lieferten. Die unfreiwillige Reise führt Jo und die Rosenblums auf bizarre Art und Weise bis in die Höhle des Löwen, auf Hitlers Berghof trifft man den Diktator höchstselbst an...

Belmondo, ewiger Draufgänger und Schwerenöter. Dieses hübsch ausgestattete Abenteuer entführt den Zuschauer in die Zeit kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, als schlagkräftiger Boxtrainer muss sich der Franzose mit allerlei Nazigesindel plagen. "Das As der Asse" zeigt das Deutschland dieser Zeit aber zur Abwechslung nicht als Hölle auf Erden, sondern man trifft hier auch auf sympathische Deutsche, Hohn und Spott wird in erster Linie über die Nazis ausgeschüttet (Dass Hitler sowieso kein Deutscher war, sollte der Allgemeinheit bekannt sein. Der irre Zwerg entstammt einem kleinen Bergvolk, welches gern jede Verbindung zum Seitenscheitel des Grauens abstreitet). Der Mix aus Komödie, Abenteuer und Action ist gut gelungen, auch wenn mir der Hundeblick des kleinen Rachid Ferrache, ab und an ein wenig auf die Nerven ging. Belmondo und die übrige Besetzung wetzen diese Scharte aber gekonnt aus. Der Actionheld präsentiert sich in guter Spiellaune, hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen, schenkt seinen Gegenspielern kräftig mit den Fäusten ein. Frank Hoffmann stellt den "guten Deutschen" dar, der aus seiner Abneigung gegen Hitler kaum einen Hehl macht, aber trotzdem von einem gewissen Pflichtgefühl gepeinigt wird. Der "böse Deutsche" wird von Benno Sterzenbach herrlich launig gegeben, als Offizier der Gestapo lässt er kein Klischee aus, für diverse Lacher ist gesorgt. Für die meisten Brüller sorgt allerdings Günter Meisner, der in einer Doppelrolle als Adolf Hitler und dessen (Halb)Schwester Angela zu sehen ist. Seine Darbietung als "Führer" ist herrlich überdreht, entlarvt die unfassbare Dummheit des Originals, besser kann man eine Karikatur kaum karikieren. Marie-France Pisier hält die Fahne der Damenmannschaft hoch. Sie überzeugt als ein wenig undurchsichtige Journalistin, hat es aber schwer gegen die dominaten Herren zu bestehen, obwohl ihre Rolle sehr selbstbewusst anlegt wurde.

An der Optik des Werkes gibt es nichts zu bemängeln. Egal ob Zugfahrt, Szenen im nächtlichen Berlin, diverse Flugzeugeinlagen, ein Trip durch Bayern, sowie schliesslich der Berghof des Despoten, die Kulissen sind immer ansprechend gestaltet, die Kamera immer richtig positioniert. Der Humor wirkt längst nicht so platt und peinlich, wie es in heutigen Mainstream-Komödien an der Tagesordnung ist. Das Finale setzt dem grotesken Treiben schliesslich die Krone auf, woran Günter Meisner einen nicht unerheblichen Anteil trägt. Lediglich die Szenen mit dem Bengel -ich erwähnte es bereits weiter oben- sind mir ein wenig zu schmalzig geraten, aber dieser Mangel kann den Spass nicht nachhaltig verderben. "Das As der Asse" zählt sicher nicht zu meinen persönlichen Lieblingsfilmen mit Jean-Paul Belmondo. Streifen wie "Angst über der Stadt" (Peur sur la ville, 1975) und "Der Greifer" (L'alpagueur, 1976) sind eher meine Spielwiese, doch auch eine feine Komödie wie "Das As der Asse", möchte ich in meiner kleinen Sammlung nicht missen. Die DVD von Universum kommt in recht ordentlicher Qualität daher, leider gibt es lediglich diverse Trailer als Boni. Wichtiger ist allerdings, dass der Film ungekürzt und im richtigen Format vorliegt. Es gibt die Scheibe einzeln, alternativ als Set zusammen mit:

- Ein irrer Typ
- Der Puppenspieler
- Der Boss
- Musketier mit Hieb und Stich

Das Set ist leider ein wenig unbefriedigend, denn "Der Boss" und "Der Puppenspieler" kommen gekürzt ins Haus. Ich rate daher zu den Einzel-DVDs, die teils für sehr kleines Geld erhältlich sind.

"Das As der Asse" ist mir solide 7/10 (gut) wert. Wer Belmondo mag und bei Komödien nicht sofort die Flucht ergreift, sollte sich die DVD in die Sammlung stellen.

Lieblingszitat:

"Richtiger Mist zieht mich an wie die Fliegen. Da kann ich nicht widerstehen, da muss ich reinspringen."
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BeitragVerfasst: 28.07.2010 23:07 
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Mein Bruder Kain (USA 1992, Originaltitel: Raising Cain)

Carter (John Lithgow) ist ein liebevoller Vater und Ehemann. Damit er sich intensiver um seine kleine Tochter kümmern kann, gönnt sich der Psychologe eine Auszeit vom Berufsleben. Seine Gattin Jenny (Lolita Davidovich) sorgt derweil für das Familieneinkommen, doch nach und nach keimen Zweifel in Jenny auf. Carter umsorgt das gemeinsame Kind nicht nur, er scheint das kleine Mädchen regelrecht zu analysieren. So gibt es anstatt des üblichen und bewährten Babyphones, einen unmäßig anmutenden Überwachungsmonitor im elterlichen Schlafzimmer. Als Jenny auf ihren Ex-Lover Jack (Steven Bauer) trifft, kocht die alte Leidenschaft in ihr hoch. Während sich die frustrierte Ehefrau in einen Taumel aus Lust und Leidenschaft stürzt, versinkt die Welt ihres Gatten im totalen Chaos und Irrsinn. Es kommt zu Todesfällen und Entführungen, bald befindet sich auch Jenny in grösster Gefahr, ebenso wie ihre kleine Tochter. Können die Polizisten Terri (Gregg Henry) und Cully (Tom Bower) den Fall lösen, kann ihnen die todkranke Psychologin Dr. Waldheim (Frances Sternhaben) hilfreich zur Seite stehen...???

Was mit der Hauptfigur Carter los ist, verrät uns Brian De Palma schon nach wenigen Minuten. John Lithgow spielt einen schwer gestörten Mann, der unter einer Multiplen Persönlichkeitsstörung zu leiden hat. Interessanter ist die Erkenntnis, zu welchen Taten die unterschiedlichen Persönlichkeiten fähig sind. Vor allem aber die Antwort darauf, wer für die Erkrankung Carters verantwortlich ist, und was die Motive dieser Person sind. Auch dies lässt sich schnell ermitteln, wodurch der Film aber keinesfalls weniger packend ausfällt. Bei Brian De Palma steht die Form bekanntlich oft über dem Inhalt. Der Regisseur zitiert hier fleissig aus seinen eigenen Werken, verneigt sich vor Hitchcock (zitiert sich also gleich doppelt und dreifach). Es gibt sicher Filme von De Palma, die optisch opulenter geraten sind, doch auch "Raising Cain" bietet wieder diese ganz besonderen Momente, die den aufmerksamen Filmfreund vor Freude jubeln lassen. Meine Lieblingsszene findet im Polizeirevier statt. Aus einem Gespräch zwischen den Ermittlern und der Psychologin, entwickelt sich ein "Spaziergang" durch das Gebäude. Dieser führt über Treppen, durch Gänge des Bürokomplexes, in einen Aufzug, um im Keller der Gerichtsmedizin zu enden. Diese Szene kommt ohne Schnitte aus, die Kamera begleitet die Akteure äusserst geschickt. Obwohl die Kameraarbeit dabei alles andere als statisch wirkt, kommt nie ein Anflug von hektischem Gewusel auf. De Palma lässt es sich nicht nehmen, innerhalb dieser wundervoll gefilmten Szene, mehrfach herrlich kauzigen Humor einzubauen. Momente dieser Art, das ist für mich ganz, ganz grosses Kino! Selbstverständlich kommt Mr. De Palma nicht ohne den Einsatz der Zeitlupe aus, er dosiert die Menge aber -wie man es von ihm kennt- absolut perfekt, setzt dieses Stilmittel immer im richtigen Moment ein.

Die Besetzung leistet gute Arbeit, allen voran wird John Lithgow gefordert. In den frühen neunziger Jahren hatte Lithgow eindrucksvolle Auftritte als Fiesling, in "Ricochet" (1991) gab er den Gegenspieler des aufstrebenden Denzel Washington (Wann kommt endlich eine vernünftige DVD zu diesem Titel auf den Markt?). Nicht minder bösartig agierte Lithgow in "Cliffhanger" (1993), der zu den besten Filmen mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle zählt. Brian De Palma reduziert seinen Hauptdarsteller aber nicht auf das Böse. Seine gespaltene Persönlichkeit offenbart eine verzweifelte, verletzte Seele, gefangen im gnadenlosen Inferno der eigenen Hölle auf Erden. Die weibliche Hauptrolle wurde mit der attraktiven Lolita Davidovich ansprechend besetzt. Sie gibt sich weniger freizügig, als man es von einigen anderen Damen kennt, die für den Regisseur vor der Kamera standen. Erinnert euch an "Dressed to Kill", in der Angie Dickinson für aus dem Halse hängende Zungen sorgte, nicht nur wegen der sehr heissen *räusper* Duschszene. Die erotischen Momente kommen in "Raising Cain" weniger intensiv daher, ein wenig flüchtiger als vielleicht insgeheim erhofft. Gregg Henry zählt bei De Palma ja gewissermaßen zum Stammpersonal, seine Darbietung als (nur vordergründig) fahriger Kriminalbeamter gefällt. Sein Auftritt leidet leider deutlich unter der deutschen Synchronisation, die aber ansonsten als brauchbar durchgeht. Steven Bauer passt gut in die Rolle des Ex-Stechers, Frances Sternhagen setzt als krebskranke Psychologin ein paar kleine Glanzlichter.

"Mein Bruder Kain" bedient sich bei der eigenen Verwandtschaft älteren Datums, doch ich will solche Vergleiche an dieser Stelle abhaken. Ein Hinweis sei aber noch gestattet. Der zehn Jahre später entstandene "Femme Fatale", würde ein interessantes Double Feature mit "Raising Cain" abgeben. Wer einen der beiden Filme mag, wird sich mit ziemlicher Sicherheit auch für den anderen Erguss begeistern können. Es soll nicht verschwiegen werden, dass beide Werke mit den gleichen "Problemen" zu kämpfen haben. Sie wurden als Mainstreamthriller für die breite Masse vermarktet, zumindest versuchte man dies, doch das Unterfangen scheiterte. Wer von Brian De Palma Popcornkino wie z.B. "The Untouchables" (1987) oder "Mission: Impossible" (1996) erwartet, könnte bei der Sichtung von "Femme Fatale" und "Mein Bruder Kain" eine böse Überraschung erleben. Diese liebevoll inszenierten Werke sind sehr persönliche Beiträge, denen man das Herzblut des Machers in jedem Moment ansieht. Es handelt sich aber nicht um Filme, die sich in die Schublade "Blockbuster" pressen lassen. Glücklicherweise verwöhnt De Palma den Filmfreund immer wieder mit solchen Perlen. Ich gebe aber gern zu, dass mir auch Filme wie die beiden oben genannten "Blockbuster" zusagen, so sieht gelungenes Popcornkino aus.

Da ich "Femme Fatale" erst vor wenigen Tagen im Player hatte, fällt der Vergleich mit "Mein Bruder Kain" sehr leicht. "Femme Fatale" finde ich ein wenig ansprechender und ästhetischer als "Mein Bruder Kain", dies gilt für die technische Umsetzung, die Besetzung und das Drehbuch. Für "Raising Cain" gibt es solide 7/10 (gut). Doch ich weise erneut darauf hin, dass der Film seine Ecken und Kanten hat, an denen sich einige Zuschauer übel anstossen werden. Die DVD aus dem Hause Universal gibt es zum kleinen Preis. Die gebotene Qualität möchte ich als brauchbar bezeichnen, als Bonus wird lediglich ein Trailer geboten. Erfreulicherweise ist aber der englische Originalton mit an Bord, welcher die deutsche Synchronisation deckelt.

Lieblingszitat:

"Du hilfst uns nicht, du stehst nur im Weg!"
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BeitragVerfasst: 02.08.2010 01:31 
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Frankenstein's Bloody Terror (Spanien, Deutschland 1968, Originaltitel: La marca del Hombre-lobo, Deutscher Titel: Die Vampire des Dr. Dracula)

Ein umherziehendes Pärchen findet Unterschlupf in einem herrschaftlichen Anwesen, das schon seit längerer Zeit unbewohnt ist. Man erzählt sich unheimliche Geschichten über den letzten Besitzer. Er soll ein Werwolf gewesen sein, der mit einem silbernen Dolch getötet wurde. Auf der Suche nach vergessenen Reichtümern, öffnen die Herumtreiber einen schweren, alten Sarg. Darin finden sie eine Leiche vor, in deren Brust ein silberner Dolch steckt. Die Gier obsiegt, der Werwolf erwacht, das Paar verstirbt. Die Anwohner des nahen Dorfes wollen das Monster stellen, um es erneut zur (möglichst ewigen) Ruhe zu betten. Auch der im Ort skeptisch beäugte Waldemar Daninsky (Paul Naschy) nimmt an der nächtlichen Hatz teil. Der in seiner Nähe laufende Rudolph (Manuel Manzaneque), wird plötzlich vom gefürchteten Werwolf attackiert, Waldemar kann den jungen Mann retten, wird dabei aber selbst von der Bestie angefallen und gebissen. Das Resultat ist so klar wie erschreckend, immer wenn der volle Mond am Himmel steht, wird sich Waldemar in einen rasenden Werwolf verwandeln. Rudolph und Janice (Dyanik Zurakowska) wollen dem Unglücklichen helfen. Rudolph steht loyal zu seinem Retter, obwohl seine Angebetete Janice sich in Waldemar verliebt hat, Rudis Ambitionen daher im Sande verlaufen. Man ruft einen Gelehrten namens Mikhelov herbei, von dem man sich Hilfe für den gepeinigten Waldemar erhofft. Dr. Janos Mikhelov (Julián Ugarte) stellt sich als Sohn des Gesuchten vor. Doch er und seine Begleiterin Wandessa (Aurora de Alba) entpuppen sich als blutgierige Vampire, denen der Sinn keineswegs nach guten Taten steht...

Mit "La marca del Hombre-lobo" feierte der kultigste und liebenswerteste Werwolf der Filmgeschichte seinen Einstand, Paul Naschy ist hier zum ersten Mal in seiner Paraderolle als Waldemar Daninsky zu sehen. Wie man sich lebhaft vorstellen kann, war es zur damaligen Zeit kein leichtes Unterfangen, in Spanien einen Horrorfilm zu drehen, denn das Regime des unseligen General Franco, hielt das Land noch fest unter der Knute. Umso bewundernswerter ist das Ergebnis, mit der finanziellen Unterstützung deutscher Produzenten, gelang Regisseur Enrique López Eguiluz ein äussert atmosphärischer Horrorstreifen. Für das Drehbuch sorgte Paul Naschy höchstpersönlich, der im späteren Verlauf seiner Karriere auch bei einigen Filmen Regie führen sollte. Bereits hier sind alle Zutaten für einen zünftigen Waldemar Daninsky Kracher vorhanden, sogar der Kampf gegen Vampire ist ein wichtiges Element des Films. Sicher, die Inszenierung wirkt hier und da noch ein wenig unbeholfen, der Werwolf sieht in den folgenden Filmen deutlich besser aus. Doch diese vordergründigen Unzulänglichkeiten, lassen den Daninsky-Erstling letztlich noch sympathischer und knuffiger wirken, als er ohnehin schon über den Bildschirm flackert. Die Kulissen sind prächtig, sie untermalen das Geschehen ganz wundervoll. Paule legt sich kräftig ins Zeug, egal ob als leidender Mensch oder wilder Werwolf. Dank der guten Leistungen der gesamten Besetzung, macht "La marca del Hombre-lobo" zu jeder Sekunde Freude, auch wenn es natürlich noch weniger wüst zugeht, als man es aus späteren Daninsky/Naschy Filmen kennt. Manuel Manzaneque und Dyanik Zurakowska haben es als nettes Jungvolk nicht leicht für Glanzlichter zu sorgen, für diese stehen naturgemäß die Monster, doch das Spiel der guten Helferlein erscheint durchweg angenehm, warmherzig. Julián Ugarte ist in der Rolle des fahlen Blutsaugers ganz grosse Klasse, zusätzlich wirft er eine Schippe Irrsinn ins Höllenfeuer, wenn er reichlich grotesk durch die nächtliche Landschaft tänzelt. Seine weibliche Begleitung Aurora de Alba ist ein echter Blickfang, wer würde sich von dieser Dame nicht gern anknabbern lassen?

Wer auf technisch perfekt abgespulte Unterhaltung aus ist, wird mit diesem Film sicher nicht glücklich werden. Wer aber ein Herz für kleine Gruselschocker aus den späten sechziger Jahren hat, der findet in "La marca del Hombre-lobo" eine sehenswerte Ergänzung zu den bewährten Perlen von Hammer und Amicus. Die Briten waren ohne Zweifel weitaus routinierter unterwegs, doch ich möchte die südeuropäischen Ergüsse aus dieser Zeit keinesfalls missen. Was an Geld und Erfahrungswerten fehlt, wird durch viel Herzblut und Einfallsreichtum locker wettgemacht. Im Titel für den englischsprachigen Raum wurde der alte Frankenstein bemüht, doch weder mit Dr. Frankenstein noch dessen Monster, bekommt es der geneigte Zuschauer zu tun. In dieser Hinsicht ist der Hinweis des deutschen Titels auf Dracula nicht ganz so unsinnig, wobei auch dieser selbstverständlich an den Haaren herbeigezogen wurde. Aber solche Merkwürdigkeiten ist man als Fan gewöhnt, sie gehören schlicht und ergreifend zum "Gesamtpaket".

Eines macht der Genuss des Films unmissverständlich klar, der Ende November 2009 verstorbene Paul Naschy hinterlässt eine grosse Lücke, eine nicht zu schliessende Lücke. Seine Filme bleiben, aber es gibt in dieser Hinsicht noch viel zu tun. Etliche Titel harren einer angmessenen Auswertung, die Hoffnung auf solide Veröffentlichungen gebe ich nicht auf. Der erste Daninsky Film ist in brauchbarer Form zu bekommen, dank der guten DVD von Shriek Show, bei der es lediglich die RC1 Beschränkung zu beachten gilt. Die Bildqualität reisst keine Bäume aus, doch der historische Anstrich steht dem Film gar nicht so schlecht zu Gesicht. Ich kann mit der DVD gut leben, doch wer die wirklich sehr ansprechenden Naschy Scheiben von BCI kennt, dem wird vielleicht ein kleiner Seufzer über die Lippen schleichen. Beim Bonusmaterial hat sich Shriek Show allerdings in Zeug gelegt. Es gibt ein sehr interessantes Interview mit Paul Naschy zu sehen, entfernte/erweiterte Szenen aus dem Film sind an Bord, dazu runden Trailer, diverses Bildmaterial und ein kleines Booklet das Paket ab.

Jede gepflegte Gruselsammlung sollte diesen Film beinhalten. Für Waldemars ersten Streich gibt es feine 7/10, auf den Wohlfühl- und Knuffigkeitsfaktor muss ich nicht hinweisen, der liegt erneut jenseits der 10/10!

Vielen Dank für die schönen Stunden, lieber Jacinto Molina Álvarez.

Lieblingszitat:

"You've got to shoot me. Please don't let me murder again."
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BeitragVerfasst: 04.08.2010 00:03 
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Ilsa - Die Tigerin (Kanada 1977, Originaltitel: Ilsa the Tigress of Siberia)

Wir schreiben das Jahr 1953. Ilsa (Dyanne Thorne) leitet ein Gefangenenlager in Sibirien. Den Tag vertreiben sich Ilsa und ihre Helferlein mit der Erniedrigung und Folter der Insassen. Wer einen verzweifelten Fluchtversuch startet, wird nach der Ergreifung umgehend zur Ordnung gerufen. Damit die anderen Gefangenen nicht auf seltsame Gedanken kommen, wird kurzerhand der dicke Hammer ausgepackt, mit dessen Hilfe das Köpflein des Ausbrechers zu Mettgut verarbeitet wird. Die Nächte sind heiss, Ilsa lässt sich von ihren Kosaken besteigen. Ihr Höhlensystem erweist sich dabei als vollständig begehbar, in ihrer Gier bespielt sie zwei Orgelpfeifen zur gleichen Zeit. Als Stalin plötzlich den Löffel reicht, muss Ilsa überstürzt die Flucht ergreifen. Das Lager brennt man bei der Flucht nieder, inklusive der eingeschlossenen Gefangenen... ...inzwischen befinden wir uns im Jahr 1977. Ilsa lebt in Montreal, mit eiserner Härte hat sie sich ein Imperium aus Prostitution, Gewalt und Mord aufgebaut. Als die Überwachungskamera in das Wartezimmer eines Bordells blickt, erkennt Ilsa einen alten "Bekannten" auf dem Monitor...

Nach "Ilsa - Die Hündinnen von Liebeslager 7" (1975) und "Ilsa - Haremswächterin des Ölscheichs" (1976), folgte 1977 der dritte Streich der gestrengen Peitschenherrin. Der erste Abschnitt in Sibirien weckt Erinnerungen an den ersten Ilsa Film, nur handelt unsere Lieblingssadistin diesmal im Auftrag der Kommunisten, aber was macht das schon für einen Unterschied? Die winterliche Kulisse sorgt für eine gelungene Optik, ferner lässt sich auch im Schnee allerlei Schabernack mit den Gefangenen anstellen. Nach dem gelungenen Auftakt in Sibirien, sorgt die Sause auch in Montreal für beste Laune. Ilsa gibt sich als "Tigerin" besonders riemig. Noch ein wenig ausufernder als üblich, lässt sie sich von ihren Mitarbeitern bestücken und beglücken. Die 24 Jahre sind offensichtlich spurlos an der Rittmeisterin vorbeigezogen. Lediglich ihre Frisur wirkt noch ein strenger, während ihre beiden besten Argumente nach wie vor den Saugreflex anregen. Die übrigen Figuren verblassen neben Dyanne Thorne, doch dank der ausgeprägten Knallschotigkeit einiger Teilnehmer, wissen auch die Unterstützungstruppe und das Kanonenfutter gut zu unterhalten.

Ilsas erster Auftritt war der härteste, in der Wüste ging es dafür noch irrer zu, der dritte Aufguss in Sibirien und Kanada bietet das beste Drehbuch der Reihe. Natürlich ist das Treiben nach wie vor geschmacklos und grotesk, es wurde jedoch ein mehr Wert auf die Handlung gelegt. Besonders die zweite Hälfte sorgt immer wieder für herrliches Sleaze-Feeling, schäbige siebziger Jahre Atmosphäre der besten Sorte. Wer die beiden Vorgänger mochte, dürfte auch mit Ilsas drittem Peitschenhieb glücklich werden. Für Einsteiger scheint mir dieser Streifen sogar die beste Wahl zu sein, denn "eigentlich" ist die "richtige" Reihenfolge bei der Sichtung nicht zwingend notwendig (Ich rate aus Gründen des schlechten Geschmacks trotzdem dazu, mit den kranken Entgleisungen des ersten Teils zu beginnen).

Die DVD von XT präsentiert auch den dritten Ilsa Streifen ungekürzt. Die gebotene Qualität geht in Ordnung, ist aber nicht für Pixelonanisten geeignet. Die "Limited Special Edition" beherbergt die drei DVDs in einem schicken Mediabook, welches durch einen transparenten Schuber geschützt wird.

Legt man "objektive" Maßstäbe an, ist "Ilsa - Die Tigerin" vermutlich der beste Film der Reihe. Ich sehe ihn auf Augenhöhe mit dem Erstling "Ilsa - Die Hündinnen vom Liebeslager 7", der mich mit seiner fiesen Art ebenso begeistern konnnte. Daher setzt es auch für Ilsas Ausflug nach Sibirien und Kanada dicke 7,5/10 (gut bis sehr gut, mit Tendenz zu 8/10)!

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"Dein Körper ist so warm und weich, du bist so wild wie unsere Mutter Rußland."
"Ihr seid meine besten Hengste, ihr seid meine Stiere!"
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BeitragVerfasst: 04.08.2010 22:56 
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Der Mann mit dem Glasauge (Deutschland 1969, Originaltitel: Der Mann mit dem Glasauge)

Eine Tänzerin vergnügt sich mit ihrem Geliebten in einem Hotelzimmer. Plötzlich taucht eine maskierte Gestalt auf, tötet den Burschen mit einem gezielten Messerwurf und verschwindet unerkannt. Das Mädchen namens Leila kommt zunächst mit dem Schrecken davon, wird jedoch wenig später Opfer eines perfiden Giftanschlags. Inspektor Perkins (Horst Tappert) und sein Mitarbeiter Sergeant Pepper (Stefan Behrens) nehmen die Ermittlungen auf, selbstverständlich unter den kritischen Blicken ihres Vorgesetzten Sir Arthur (Hubert von Meyerinck). Die Nachforschungen führen Scotland Yard in einen Billiard-Club. Dort gehen vermutlich illegale Geschäfte über die Tische, doch Sir Arthur mag seinen Beamten keinen Glauben schenken. Das Mordopfer Leila war Mitglied der "Las-Vegas-Girls", als ein schleimiger Lappen zwei weitere Damen aus der illustren Truppe entführen will, wird auch er von einem Unbekannten per Messerwurf gekillt. Die Lage scheint zunehmend unübersichtlicher, denn irgendwer hat es auf die "Las-Vegas-Girls" abgesehen, gleichzeitig tötet ein rätselhafter Messerwerfer diverse Schurken. Welche Bedeutung haben die immer wieder auftauchenden Glasaugen? Welche Rolle spielt die Tänzerin Yvonne Duval (Karin Hübner), die von dem nervösen Bruce Sharringham (Fritz Wepper) umworben wird? Führt die Spur des Mörders zu Bruce, der ganz offensichtlich ein Problem mit Drogen hat...???

"Der Mann mit dem Glasauge" wurde Ende 1968 gedreht, bereits im Februar 1969 erstrahlte der Film auf den Leinwänden der Republik. Wie so oft führte Alfred Vohrer Regie. Der emsigste aller Wallace Regisseure, verabschiedete sich mit seinem insgesamt 14. Beitrag aus der Filmreihe von Rialto. Ein üppiger Anteil am Gesamtwerk, geht damit auf sein Konto. Insgesamt brachte es die Serie auf 32 Filme, nach "Der Mann mit dem Glasauge" folgten noch vier weitere Titel. Für diese Produktion griff man erneut auf bewährtes Personal zurück. Neben Vohrer war es auch für einige andere gestandene Mitarbeiter, der endgültige Abschied aus dem Wallace Universum. Mit Vohrer ging dessen knuffige Assistentin Eva Ebner. Vor der Kamera waren es die finalen Auftritte für Ilse Pagé, Harry Wüstenhagen, Jan Hendriks und Hubert von Meyerinck, um nur einige Namen zu nennen. Die Musik komponierte wie so oft Peter Thomas, der den peppigen Vorspann mit einem herrlichen Groove untermalt, sofort ist für beste Laune gesorgt. Karl Löb zeichnet für die Kamera verantwortlich, wie immer ist seine Arbeit ohne Fehl und Tadel. Wie schon die zeitnah gedrehten Vorgänger, atmet auch dieses Werk den Geist der späten sechziger Jahre in vollen Zügen. Die Farben leuchten in aller Pracht. Sie sorgen damit für diese wohlige Atmosphäre, in die ich immer wieder gern eintauche. Alfred Vohrer baut bekanntlich gern kleine Ferkeleien und/oder schlüpfrige Anspielungen ein. So müssen wir auch hier nicht auf eine kleine Prise Möpse und Popo verzichten, vermeintlich verdorbene Dialoge inklusive. Ein ganz offenkundig schwules Pärchen darf kurz für Stimmung sorgen. Für Vohrer sicher eine Genugtuung, welche für die damalige Zeit recht gewagt erscheint. Dieser dezent subversive Unterton, macht den Film gleich noch eine Portion sympathischer. Der geneigte Fan bekommt die gesamte Palette an Wallace Köstlichkeiten geboten: Herrliche Dialoge, schräge Vögel und groteske Momente, einen zupackenden Ermittler und dessen beknackten Assistenten, den völlig unfähigen Yard Chef und Lustmolch, Albernheiten und Tragik, hier und da ein bißchen Sex, Drogen und Groove. Die "Messermorde" fallen recht blutig aus, die Farbe des Blutes weckte in mir Assoziationen mit den wundervollen Gruselschockern von Hammer und Konsorten.

Ein kurzer Blick auf die Darsteller. Horst Tappert gefiel mir schon in "Der Gorilla von Soho" sehr gut, der äüsserst positive Eindruck bestätigt sich hier. Einen kleinen Schwachpunkt stellt die Besetzung des Sergeant Pepper dar. Uwe Friedrichsen spielte das leicht debile Helferlein von Tappert im besagten "Gorilla von Soho, leider war er für "Glasauge" nicht verfügbar. Stefan Behrens übertreibt es mit den Albernheiten, doch schlimmer als das was er sagt, ist die Art und Weise wie er es vorträgt. Diese krächzige Stimmchen ist kaum zu ertragen. Es sollte auch nicht unterschlagen werden, dass die Chemie zwischen Tappert und Friedrichsen weitaus stimmiger war. Der zweite Irre im Bunde wird erneut von Hubert von Meyerinck dargestellt. An ihn hat man sich inzwischen gewöhnt, auch wenn er nie die liebenswerte Seltsamkeit einen Sir John (Siegfried Schürenberg) erreicht. Immerhin hat seine Sekretärin Mabel (Ilse Pagé) sich auch endlich mit Sir Arthur abgefunden, die beiden flirten gar heftig miteinander (Wehe, wenn Sir John davon Wind bekommt...). Frau Pagé gibt sich hier generell ein wenig frivoler als üblich, sehr angenehm. Die weibliche Hauptrolle wurde mit Karin Hübner zwar durchaus sympathisch, aber ein wenig zu unscheinbar besetzt. Unscheinbar nicht in der Hinsicht auf die optischen Qualitäten der Dame, ihr Spiel (und die Anlage der Rolle) geben nicht allzu viel her. Andererseits mag diese Ausrichtung für den Gesamteindruck notwendig sein, darauf kann ich wegen Spoilergefahr nicht näher eingehen. Eine ganz starke Leistung bekommen wir von Friedel Schuster zu sehen, die als kalte und hartherzige Tyrannin geradezu brilliant aufspielt. Fritz Wepper war mir noch nie besonders angenehm, ich akzeptiere ihn als Sklave von Derrick, seinen späteren Chef trifft er hier übrigens zum ersten Mal vor der Kamera. Der stets verschwitzte, gehetzte Jüngling steht im gut zu Gesicht, er liefert eine solide und glaubwürdige Vorstellung ab. Es würde den Rahmen eines Kurzkommentares sprengen, wenn ich nun alle Mitwirkenden erwähnen würde. Auf die sehr gelungenen Auftritte von Harry Wüstenhagen, Jan Hendriks und Rudolf Schündler, sei mir trotzdem ein kurzer Hinweis gestattet. Die kleine Rolle von Ewa Strömberg erfreute meine entzündeten Augen, ich hätte die schöne Schwedin gern ausführlicher zu Gesicht bekommen. Zum Abschluss sei noch erwähnt, dass Iris Berben in einer kleinen Nebenrolle zu sehen ist.

Der 28. Edgar Wallace Film aus dem Hause Rialto. Damit ist auch die Zeit für die letzte der acht DVD-Boxen angebrochen, die insgesamt fünf Filme an Bord hat. "Der Mann mit dem Glasauge" wird durch folgende Titel ergänzt:

- Das Gesicht im Dunkeln
- Die Tote aus der Themse
- Das Geheimnis der grünen Stecknadel
- Das Rätsel des silbernen Halbmonds

Mein persönlicher "Wallace Marathon" steuert unaufhaltsam auf die Ziellinie zu. Es wird ein erhabenes Gefühl sein, all diese Perlen innerhalb weniger Monate geschaut zu haben. Ein wenig wehmütig stimmt es mich auch, doch bekanntlich ist nach der Sichtung vor der Sichtung! Für ein endgültiges Fazit ist es noch zu früh, doch das Unternehmen hat mir bereits jetzt jede Menge Freude bereitet. Alte Schätzchen aus der Jugend wurden erneut geschaut, vergessene Perlen ausgegraben, mancher Titel gar der Erstsichtung zugeführt. Nebenbei steht noch "Der Teufel kam aus Akasava" an. Eine Wallace Verfilmung von CCC-Film, bei der Jess Franco Regie führte. Dazu nach erfolgter Betrachtung mehr.

"Der Mann mit dem Glasauge" schafft es nicht in die vorderen Ränge meiner "Wallace Rangliste", doch bei einem derart starken Feld, soll dies nun wahrlich kein Mangel sein. Alfred Vohrers Abschied hat mich gut unterhalten, kleine Schwächen mag ich dem Streifen nicht ankreiden. Es reicht ganz locker für 7/10 (gut), die Tendenz weist in Richtung "gut bis sehr gut".

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"Aha! ...und wie lange soll ich blasen?"
"Wie ich schon sagte, bis er ganz steif ist!"
(Nein, dieses Zitat hat nichts mit Sex zu tun! Ihr Ferkel!)
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Friedhof der Kuscheltiere (USA 1989, Originaltitel: Pet Sematary)

Der Mediziner Louis Creed (Dale Midkiff) zieht mit seiner Familie von Chicago in den Bundesstaat Maine. Louis und seine Frau Rachel (Denise Crosby), die beiden Kinder Ellie (Blaze Berdahl) und Gage (Miko Hughes), leben sich schnell in der beschaulichen Gegend ein. Der freundliche Nachbar Jud (Fred Gwynne) ist ein älterer Herr, zwar ein wenig verschroben, doch man versteht sich auf Anhieb gut. In der Nähe des Hauses führt ein schmaler Weg in den Wald. Jud zeigt seinen neuen Nachbarn wohin dieser Pfad führt. Einst errichtete man einen kleinen Friedhof für Haustiere, der später mit Hilfe der Landstrasse regen Zugang verzeichnen konnte. Die Idylle des Landlebens wird durch dieses morbide Detail nicht nachhaltig gestört. Der tatsächliche Schönheitsfehler ist die Landstrasse, an der das Haus der Creeds liegt, über die ständig dicke Trucks mit hoher Geschwindigkeit rasen. Es kommt wie es kommen muss, eines Tages findet Louis die geliebte Katze seiner Tochter tot auf. Da Frau und Kinder momentan nicht zuhause weilen, will der besorgte Vater das Tier in aller Stille verscharren. Die anstehende Seelenqual, die seine Tocher heimsuchen wird, bereitet im selbst sehr grosse Pein. Doch Nachbar Jud kommt mit einer rettenden Idee aus der Kiste. Er unternimmt mit Louis und dem Kadaver einen Spaziergang, welcher die Wanderer zu einem alten Indianerfriedhof führt. Louis soll die tote Katze dort verbuddeln und abwarten. Tatsächlich geschieht das Unfassbare, am nächsten Tag taucht das Tier wieder auf! Allerdings hat sich der Vierbeiner verändert, verhält sich aggressiv und befremdlich. Der wahre Schrecken soll aber erst einige Zeit später über die Familie hereinbrechen. Der kleine Gage rennt auf die Strasse, ein Truck prescht erbarmungslos auf das Kind zu...

Als "Friedhof der Kuscheltiere" 1989 in die Kinos kam, sorgte der Film für einige Aufmerksamkeit. Im Freundeskreis war meine Begeisterung für Horrorfilme selbstverständlich bekannt, ergo legte man mir den Film mit Nachdruck an Herz. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass ich nach der Sichtung stinksauer war, der Film hat mir damals überhaupt nicht gefallen. Vermutlich war meine Erwartungshaltung übersteigert, vielleicht war ich an dem betreffenden Tag einfach nicht in Form. Da (fast) jeder Film eine zweite Chance verdient, beschaffte ich mir vor kurzem die DVD für ein paar Stücke Kleingeld. Wie schlägt sich der Film inzwischen, nachdem gut zwanzig Jahre ins Land gezogen sind? "Horror auf dem Land" hat bei mir immer Kredit, spielt der Streifen in den USA, gefallen mir besonders die Neuanglandstaaten sehr gut. So kann auch "Pat Sematary" mit hübscher Landschaft punkten, inklusive der für die Gegend typischen Holzhäuser. Die Atmosphäre wird mit zunehmender Laufzeit dichter, gleiches gilt für die Daumenschrauben namens Spannung und Gewalt. Sicher, die Handlung ist sehr vorhersehbar, doch der Plot punktet kräftig, weil er bis zum Schluss konsequent bleibt. Man sollte keine ausufernde Orgie der Gewalt erwarten. Doch die während der letzten halben Stunde, legt sich der Film ordentlich ins Zeug, für ein paar fiese Momente ist gesorgt. Den Höhepunkt des Schreckens will ich nicht verraten, doch der ungleiche Kampf sorgt für wohlige Gruselschauer. Die Darsteller wirken frisch und unverbraucht (Im Sinne von "sieht man nicht alltäglich". Ansonsten glotzt Herr Gwynne nämlich alles andere als frisch aus der Wäsche. Die Furchenfratze des Burschen ist eine wahre Freude). Allerdings bin ich trotzdem ein kleines bißchen zwiegespalten. Die Herren schlagen sich gut, Dale Midkiff und Fred Gwynne passen perfekt in das Geschehen. Der kleine Bengel Miko Hughes kommt im Finale richtig zum Zuge. Sauer aufgestossen sind mir die weiblichen Teilnehmer. Denise Crosby finde ich sehr unsymphatisch, das Kind Blaze Berdahl neigt zur Nervensägerei. Den Spass können mir die beiden Gesichtsruinen aber nicht verderben, soooo schrecklich sind sie dann doch nicht.

"Pat Sematary" ist ansprechend gefilmt, passend ausgestattet, die Atmosphäre stimmt, den Schauspielern kann man keine ernsthaften Vorwürfe machen. Aus heutiger Sicht ist mir unbegreiflich, warum mir der Film damals nicht gefallen hat. Egal, die Scharte ist ausgewetzt, die Anschaffung hat sich gelohnt. Zu Begeisterungsstürmen reisst mich der Film zwar noch immer nicht hin, solide Horrorkost bietet der Streifen aber ohne Zweifel. Für Regisseurin Mary Lambert war "Friedhof der Kuscheltiere" ihr grösster Erfolg. 1992 inszenierte sie den Nachfolger "Pet Sematary II", der nicht an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen konnte. Ich kenne den zweiten Aufguss nicht, werde diesen Zustand aber in absehbarer Zeit ändern. Die akutelle DVD Auflage von Paramount bietet dem Filmfreund ordentliche Qualität an, leider gibt es keinerlei Boni, bei Paramount trauriger Standard. Das Cover ist ein Fehlgriff. Doch schliesslich zählt der Film, von daher kann ich die Scheibe empfehlen. Der Preis fällt moderat aus, mehr als 8€ sollte man nicht ausgeben müssen.

6,5/10 (Mit Tendenz zu 7/10)

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"Wahrscheinlich ist er unterwegs, um sich Hamburger zu holen. Du weisst doch wie die Männer sind, wenn sie alleingelassen werden, mein Kind."
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The Being (USA 1983, Originaltitel: The Being)

Das kleine Städtchen Pottsville liegt im US-Bundesstaat Idaho, der wichtigste Wirtschaftszweig ist der Anbau von Kartoffeln. Plötzlich verschwinden Menschen auf unerklärbare Weise, es gibt keine brauchbaren Spuren, keine erkennbaren Motive. Detective Mortimer Lutz (Bill Osco) geht als örtlicher Vertreter des Gesetzes der Sache nach, als er plötzlich selbst einem bizarren Monstrum gegenüber steht. Ein widerwärtiges Ungetüm, welches sich auf Menschen stürzt, diese verschleppt und zu Mettgut verarbeitet. Woher stammt diese abscheuliche Kreatur? Gibt es einen Zusammenhang mit der Lagerstätte am Rande der Stadt, in der man fleissig Atommüll unterbringt? Immer wieder erklärte die Industrie mit allem Nachdruck, dass keinerlei Gefahr von dem strahlenden Material ausgehen würde. Selbst der angesehene Wissenschaftler Garson Jones (Martin Landau). wird nicht müde dies in aller Öffentlichkeit zu verkünden, vorzugsweise im regionalen Fernsehprogramm. Mort macht sich bei Bürgermeister Lane (José Ferrer) unbeliebt, weil er diesen auf das Monster hinweist. Ein Zusammenhang mit dem Atommüll kann keinesfalls bestehen. Schliesslich hat die Stadt ganz andere Sorgen, denn verdorbene Individuen wollen einen "Massagesalon" im Herzen des Ortes eröffnen, pfui Deibel!


Regisseurin Jackie Kong kann nur wenige Titel in ihrer Filmgraphie verzeichnen. Der bekannsteste ihrer Streifen dürfte "Blood Diner" (1987) sein, der erst vor wenigen Monaten erneut veröffentlicht wurde. "The Being" ist das Erstlingswerk der Frau Kong. Selbst ein Blinder würde sofort die Entstehungszeit des Films bestimmen können. Das Thema Atomkraft war in den frühen achtziger Jahren in aller Munde, genau wie die Angst vor dem Dritten Weltkrieg. Erwartungsgemäß setzt sich "The Being" zwar nicht ernsthaft mit der Problematik Kernenergie auseinander, doch der sehr humorvolle Umgang mit dem Thema, ist meiner Meinung nach die grösste Stärke des Films. Ein Wissenschaftler spricht davon, wie harmlos doch Radioaktivität im Trinkwasser sei. Weder Flora noch Fauna würden Schaden nehmen, der Mensch sowieso nicht. Da passt es vortrefflich ins Bild, dass am Schauplatz in erster Linie Nahrungsmittel produziert werden. Nebenbei prangert er den moralischen Verfall an, die Pornographie wird als Geißel der Menschheit ausgemacht. Der ironische Ton ist geistreicher als man zunächst vermuten mag, ansonsten haben wir es mit einer eher hirntoten Sause zu tun. Den Gipfel des Irrsinns stellt eindeutig die Kreatur dar. Zunächst bekommt man sie kaum zu Gesicht. Ab und an sieht es so aus, als würde man einen verdreckten und gefüllten Schlafsack durchs Bild werfen. Im Finale präsentiert man uns das Geschöpf, der Monsterfreud wird dabei manches Lachtränchen vergießen, dessen bin ich mir sicher! Stellt euch eine Mischung aus Ridley Scotts "Alien" und Steven Spielbergs "E.T." vor, übergossen mit Schleim, annährend lebensnah wie ein defekter Pappaufsteller.

So ungelenk wie das Monster, so wenig gelungen scheint mir auch der Schnitt. Keine Ahnung woran es lag, vielleicht war der Cutter auf Dope, vielleicht besoffen, vielleicht aber auch schlicht und ergreifend ein talentfreier Pfeifenkopf. Regie und Kamera bleiben recht unauffällig, die Kamera ist (besonders während der Monsterszenen) nicht immer auf der Höhe der Ereignisse. Aber letztlich ist diese Tatsache eine glückliche Fügung, das Geschöpf des Grauens muss nicht allzu oft bestaunt werden, mein Zwerchfell dankt. Hauptdarsteller Bill Osco glotzt ab und an reichlich dämlich aus der Wäsche, passt aber genau aus diesem Grunde prima in die Rolle des Kleinstaftbullen. Martin Landau hatte beim Dreh entweder diebisches Vergnügen... ...oder war völlig zugedröhnt. Er spielt den fragwürdigen Wissenschaftler dermaßen übertrieben, hier kann man nur von Genie oder Drogenmißbrauch ausgehen (oder beide Mutmaßungen treffen zu!?). José Ferrer steht als unwilliger Bürgermeisterkauz, unter dem Pantoffel seiner zur Hysterie neigenden Gattin. Die Freundin des Helden Mort, wird von einer Dame namens Marianne Gordon gespielt, unscheinbar und unaufdringlich.

"The Being" ist ein nettes Monsterfilmchen. Nur Freunde des Genres werden sich dafür erwärmen können. Recht unscheinbaren Darstellern (mit Ausnahme von Martin Landau), steht ein mißlungenes Monster gegenüber. Dieses Teil ist so schlecht geraten, dass es wirklich schon wieder Freude macht. Mettgut spielt eine untergeordnete Rolle, spektakuläre Auswüchse gibt es nicht zu sehen. Wie ich weiter oben erwähnte, ist die Stärke von "The Being" sein köstlicher Humor. In Kombination mit den liebenswerten Schwächen, ist ein schmackhaftes Menü für den kleineren Hunger das Resultat. Ein Kurzkommentar dieser Art mag zwar unpassend erscheinen, doch ich wundere mich darüber, wie gleichgültig wir heute mit dem Thema Atomkraft/Atommüll umgehen. Klar, die Präsenz in den Medien ist nach wie vor gegeben. Aber wo bleibt der zornige Aufschrei, der die Menschen zu Millionen auf die Strasse treibt? Heute sind die Probleme grösser denn jemals zuvor. Die Atomkraftwerke werden mit zunehmendem Alter wohl kaum sicherer, es gibt kein geeignetes Endlager für den strahlenden Müll, die Laufzeiten der Reaktoren sollen verlängert werden... ...vor dreissig Jahren war der Protest intensiver und empörter. Was zum Geier ist mit uns los???

Der Film ist in Deutschland von Shock Entertainment und X-Rated verfügbar. Während die X-Rated Scheibe wie üblich in einer grossen Hartbox daherkommt, bietet Shock Entertaiment uns ein Amaray im stablien Schuber an. Im Amaray findet man vier "Collector Cards" mit Motiven aus dem Film vor. Die DVDs sind meiner Information nach identisch. Ich habe daher zur günstigeren Variante von Shock Entertainment gegriffen. Eine Besonderheit ist bei beiden Auflagen zu beachten, der Film liegt nicht in PAL vor. Es handelt sich nicht um einer grausige Ruckelwandlung, sondern tatsächlich um NTSC. Man hat vermutlich die US-DVD als Vorlage benutzt. Heutige Gerätschaften sollten damit keine Probleme haben, doch der Hinweis sei mir trotzdem gestattet.

Monstertrash mit diversen Schwächen, knuffig und sympathisch. 6/10

Lieblingszitat:

"Verdammt nochmal... ...was ist das für ein klebriger Scheissdreck!?"
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Zuletzt geändert von Blap am 08.08.2010 02:58, insgesamt 1-mal geändert.

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Puppet Master (USA 1989, Originaltitel: Puppetmaster)

Der Puppenmacher Andre Toulon verfügt über geheimes Wissen der alten Ägypter, welches im Laufe vieler Generationen nur wenigen Auserwählten anvertraut wurde. Die Ägypter konnten leblosen Figürchen Leben einhauchen, Toulon tat genau dieses mit seinen kleinen Schöpfungen. Als er in einem Hotel verweilt, sind finstere Häscher bereits auf dem Weg zu ihm. Der alte Herr verstaut seine Lieblinge in einem Koffer, den er geschickt hinter der Wandvertäflung seines Zimmers versteckt. Bevor die Männer im schwarzen Anzug auf Toulon zugreifen können, pustet er sich per Kopfschuss die Hirnmasse aus dem Schädel... ...inzwischen liegen diese Ereignisse mehr als fünfzig Jahre zurück, wir befinden uns in den späten achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Das besagte Hotel befindet sich im Besitz von Megan Gallagher (Robin Frates), deren Gatte Neil (Jimmie F. Skaggs) leider den Löffel für immer zur Seite gelegt hat. Doch Neil hatte einen letzten Wunsch. Seine alten Bekannten Dana (Irene Miracle), Alex (Paul Le Mat) und ein paar weitere Menschlein, sollen zu seiner Beerdigung erscheinen. Am offenen Sarg ergehen sich die Angereisten in wüsten Vermutungen, der gute Neil hatte zu Lebzeiten nicht den besten Ruf. Interessant wird die Sache dadurch, dass alle Trauergäste über erstaunliche, übersinnliche Fähigkeiten verfügen. Was wusste Neil über die Arbeit von Andre Toulon? Die blutige Antwort wird bald über die Gäste hereinbrechen...

Die US-Filmschmiede Full Moon ist immer für nette Horrorflicks gut. "Puppet Master" ist längst zu einer stattlichen Filmreihe angewachsen. Mit "Puppet Master: Axis of Evil" (2010) tütete man unlängst den zehnten Teil ein. Es ist daher an der Zeit, dem Erstling ein paar Zeilen zu widmen. Bitte erwartet keine wüste Orgie, der Film kommt recht langsam in die Hufe, erst im Finale drehen die Puppen richtig auf. Damit sind wir auch gleich beim Schwachpunkt von "Puppet Master" angelangt. Um die Püppchen herum wurde zwar eine ansprechende Hintergrundgeschichte gesponnen, doch der atmosphärisch dichte und ansprechend fotografierte Auftakt, weckt übergrosse Erwartungen, die dann überwiegend nicht erfüllt werden können. Die Handlung neigt zum Geplätscher, die begrenzten Fähigkeiten der Darsteller sind kaum dazu geeignet, den durchhängenden Spannungsbogen überzeugend zu überspielen. Als kleine Entschädung gibt es ein paar nette Erotikszenen, in deren Verlauf dann endlich auch die Puppen deftig ins Geschehen einsteigen. Auf die Schauspieler möchte ich daher nicht weiter eingehen, denn keiner der Verpflichteten fällt in irgendeiner Form aus dem Rahmen. Lediglich Jimmie F. Skaggs kann sich als Fiesling ein klein wenig in den Vordergrund spielen.

Wirklich bemängeln mag ich die ein wenig unscheinbare Besetzung nicht, denn die Puppen sind ohne Zweifel die Stars der Sause, die kleine, grosse Hauptattraktation. Einige Puppenarten bereiten mir in der Realität nacktes Entsetzen. Ihr erinnert euch sicher an die blassen Gestalten, mit einem Häkelkleidchen bekleidet, die bei Omi auf dem Sofa ihren Platz innehatten. Irgendwie schienen die vermeintlich ausdrucklosen Gesichter etwas zu verbergen. Lauerte hinter der starren Fassade vielleicht das unsagbar Böse, das pure Grauen? Lauerten die kleinen Ungetüme nicht gierig auf die finstere Nacht? Das Verlöschen des letzten Lichts, um auf ihren kleinen Füßchen durch die großmütterliche Wohnung zu tippeln... ...ääähmm... Nun gut, diese Art Puppen bleibt dem hier Zuschauer erspart, dem Leibhaftigen sei Dank. Es regieren herzallerliebste Knuffelschätzchen, deren Absichten immer offenkundig sind. Sie wollen schneiden, schlagen, bohren und ekelhafte Egel erbrechen, was mir allemal weitaus lieber ist, als die in der Verborgenheit der Nacht blühende Boshaftigkeit von Omas Sofapüppchen. Die kleinen Kerlchen sind echte Sympathieträger, denn letztlich verarbeiten sie doch nur intrigante Nervensägen zu Mettgut. Mit der Animation der Puppen hat man sich wirklich Mühe gegeben. Der grosse Aufwand dahinter, ist sicher dafür verantwortlich, dass die Kleinen nicht so oft zum Zuge kommen, wie man es sich als begeisterter Fan wünscht. Wenn sie loslegen, dann bleibt unter Garantie kein entzündetes Auge trocken. "Blade" schneidet das Fleisch, "Tunneler" bohrt sich mit seinem Schädel durch Haut und Knochen, "Pinhead" ist Meister im Fratzengeballer. Nicht zu vergessen die liebliche "Leech Woman", die bizarres Gewürm aus ihrem Mund absondert.

Sicher, "Puppet Master" ist kein herausragender Film. Dazu herrscht einfach zu viel Leerlauf, sind die Schauspieler zu austauschbar und belanglos. Doch immer wenn die Puppen von der Leine gelassen werden, steigt der Unterhaltungswert umgehend in höchste Sphären empor. Ich freue mich auf den Genuß der weiteren Auswüchse, auf die ich nach erfolgter Sichtung kurz eingehen werden. Der erste Teil der Reihe liegt mir als DVD von CMV Laservision vor. Die Scheibe wird in einer kleinen Hartbox geliefert, es stehen zwei unterschiedliche Covermotive zu Auswahl bereit. Die Boni sind nicht ausufernd, doch eine kleine Doku sorgt für interessante Fakten. Ferner findet man diverse Trailer und eine Bildergalerie vor. Die Indizierung des Streifens ist übrigens ein schlechter Scherz, ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Heute gehen diverse Gemetzel ab 16 durch, gegen die "Puppet Master" wie die Sesamstrasse anmutet.

6,5/10 (9/10 für die Puppen des Todes!)

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"Professorchen, du hälst besser deine Schnauze!"
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BeitragVerfasst: 08.08.2010 12:45 
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Männer al dente

Antonio ist der älteste Sohn vom erfolgreichen Pasta-Hersteller Cantone und soll die Geschäfte in der italienischen Provinz bald selbst übernehmen. Problem: Antonio hat da keine Lust drauf und versteht nicht, warum sein kleiner Broder Tommaso im entfernten Rom studieren darf, ohne Verantwortung übernehmen zu müssen. Noch schlimmer: Tommaso vertraut seinem großen Bruder an, dass er a) gar nicht Wirtschaft, sondern Literatur studiert und b) schwul ist. Diese Information will Tommaso auf der geplanten Familienfeier platzen lassen, mit der Hoffnung, dass er von der Familie verstoßen wird, womit er auch ganz offiziell nichts mit Pastaproduktion zu tun haben muss.
Auf der Feier dann kommt es anders: Kurz bevor Tommaso seine Rede halten kann, kommt Antonio ihm zuvor und berichtet von seiner eigenen Homosexualität. Die Familie ist entsetzt, der Vater erleidet einen Herzinfarkt und verstößt seinen ältesten Sohn und will Tommaso als Nachfolger aufbauen. Der ist natürlich wütend, aber aus anderen Gründen als die Familie: Er selber kann sich nun nicht outen, wenn er seinen Vater nicht ins Grab bringen will.
Was in den über zwei Stunden folgt, ist eine Coming-Out-Komödie für den Mainstream, die, wie der Spiegel schon schrieb, verdaut ist, bevor man wieder aus dem Kino ist. Ein paar Witze mit Schwulenklischees (drei Schwule tanzen im Meer zu Baccaras „Sorry, I’m a lady“), ein paar Pseudoselbstfindungsmomente gepaart mit italienischen Familienwerten (allen voran: ESSEN & TRINKEN) und einer offensichtlichen Moral (Lass dich von niemanden einschränken) machen eine nette Komödie für zwischendurch, die manchmal dann aber recht vorhersehbar daherkommt.
Erfrischend sind die mir unbekannten Darsteller, schließlich schaue ich selten italienische Filme. Ob die durchaus dann doch hin und wieder überraschenden Gags dadurch entstehen, dass ein türkischer Regisseur diesen Film in Italien gedreht hat, oder ob es typisch türkischer oder italienischer Humor ist, weiß ich leider nicht, konnte aber definitiv punkten.
"My life is in your hands, I'll fo and I'll fie!"


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BeitragVerfasst: 08.08.2010 23:17 
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Poltergeist II - Die andere Seite (USA 1986, Originaltitel: Poltergeist II: The Other Side)

Steve Freeling (Craig T.Nelson) und seine Gattin Diane (JoBeth Williams), sind mit ihren beiden Kindern Carol Anne (Heather O'Rourke) und Robbie (Oliver Robins), knapp den erschreckenden Ereignissen in Cuesta Verde entkommen. Ihr Haus ist nach dem Geisterterror verschwunden, daher wohnt man nun bei Jess (Geraldine Fitzgerald), der Mutter von Diane, die auch ihren Enkelkindern eine liebevolle, warmherzige Großmutter ist. Die feinfühlige und kluge Dame, erkennt die besonderen Fährigkeiten ihrer Enkelin. Doch Steve und Diane wollen die Ereignisse in Cuesta Verde am liebsten vergessen, da bleibt kein Platz für Übersinnliches. Als der Indianer Taylor (Will Sampson) bei den Freelings auftaucht, ist besonders Steve zunächst wenig erbaut über den selbsternannten Beschützer. Doch unter der Oberfläche brodelt es bereits gewaltig, ein kauziger Alter taucht auf, er begehrt mit Nachdruck Einlass in das Haus der Freelings. Dieser rätselhafte und zugleich unheimliche Bursche trägt den Namen Kane (Julian Beck), er hat vor langer Zeit ein grauenvolles Verbrechen begangen, seine Seele findet keine Ruhe. Besonders auf die kleine Carol Anne hat das Böse ein Auge geworfen. Kann Taylor der Familie wirklich helfen, reicht die Kraft der Freelings aus, um gegen den mächtigen Gegner zu bestehen...???

Nach dem sehr unterhaltsamen "Poltergeist" (1982) von Tobe Hooper, kam vier Jahre später die vom weniger bekannten Brian Gibson inszenierte Fortsetzung in die Kinos. Der Nachfolger orientiert sich sehr nah am Erstling, was sich als durchaus sinnvoll und überzeugend herausstellt. Familie Freeling konnte mit den selben Schauspielern besetzt werden. Eine ebenso erfreuliche Fügung, denn Craig T. Nelson und JoBeth Williams überzeugten bereits vier Jahre zuvor mit ihrer Darbietung, gleiches gilt für deren Filmkinder Heather O'Rourke und Oliver Robins. Die schrullige Zelda Rubinstein gibt sich erneut die Ehre, ihre Auftritte sind zwar eher selten, dafür aber nicht minder überzeugend. Ein weiterer Glückgriff ist ohne Frage Julian Beck in der Rolle des bösartigen Kane. Für Beck war es der letzte Auftritt in seiner Karriere, er verstarb noch 1985 an Krebs. Nach dem dritten "Poltergeist" (1988), verstarb die kleine Heather O'Rourke im zarten Alter von lediglich zwölf Jahren. Da die Rolle des Mädchens in den "Poltergeist" Filmen stets einen übernatürlichen Anstrich innehatte, sorgt das Wissen um ihren frühen Tod für eine morbide, melancholische Schlagseite, für die es keinerlei grotesker Verschwörungstheorien bedarf. Der Horroranteil nimmt im Verlauf des Werkes beständig zu, die erste Hälfte bringt erneut den feinen Humor rüber, der bereits den Vorgänger auszeichnete. Besonders in diesen Momenten, profitiert der Film gewaltig vom sehr guten Zusammenspiel der Akteure, allen voran Craig T. Nelson und JoBeth Williams.

Die Effekte kommen diesmal nicht ganz so spektakulär daher, die "Ahaaaa-Momente" des 82er Films bleiben mehr oder weniger aus. Trotzdem stimmt die Qualität des Geschleimes und Gegeifers, inklusive gruseliger "Leuchterscheinungen" und diverser Boshaftigkeiten. Für mich bleibt die Szene aus dem ersten Teil unereicht, in der eine "Erscheinung" die Treppe im Anwesen der Freelings hinabschwebt. Gruselterror pur, unheimlich und wunderschön zur gleichen Zeit. Solche Momente gibt es hier auch, nur sind sie nicht von dieser Intensität. Erwartungsgemäß macht "Poltergeist II" auch vor extrem kitschigen Momenten nicht halt. Kann man, sofern man guten Willens ist, oft einen Hauch von Ironie in der Zeichnung der Kleinfamilie erkennen, schütten die Macher final ein ganzes Faß von Kitsch und Klischee über dem Zuschauer aus. Meinen Zorn erregte dies seltsamerweise trotzdem nicht. Irgendwie muss man die Freelings einfach mögen, sich mit ihnen freuen.

Grössere Schwachpunkte sind nicht auszumachen. "Poltergeist II - Die andere Seite" kocht die bewährten Zutaten seines Vorgängers auf. Erfreulicherweise stimmt die Mischung nach wie vor, ein schaler Beigeschmack ist nicht zu beklagen. Die DVD Auswertung von MGM bietet leider so gut wie keine Boni an, lediglich ein Trailer hat es zusätzlich auf die Scheibe geschafft. Da die DVD aber in den wichtigsten Disziplinen überzeugt (korrektes Bildformat, englischer Originalton vorhanden), kann man bei dem aktuell günstigen Preis ohne Reue zugreifen.

Es reicht ganz knapp für 7/10 (gut). Den Vorgänger bewertete ich mit 7,5/10 (gut bis sehr gut), "eigentlich" sollte ein komplettes Pünktchen Abstand zu Teil 2 angemessen sein. Doch ich möchte den Erstling weder aufwerten, noch die Fortsetzung unterhalb 7/10 einsortieren. Was solls, letztlich sind die Punkte sowieso nur eine Krücke. Wer "Poltergeist" mochte, wird aller Wahrscheinlichkeit auch mit dem zweiten Teil zufrieden sein.

Lieblingszitat:

"Auto noch voller Zorn, hm?"
"Voller Zorn? Dieser Wagen schäumt vor Wut!"
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BeitragVerfasst: 09.08.2010 23:32 
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Puppet Master II (USA 1990, Originaltitel: Puppet Master II)

Die grausigen Ereignisse im Bodega Bay Inn Hotel schreien nach Aufklärung. Carolyn Bramwell (Elizabeth Maclellan) reist mit ein paar weiteren Gestalten an, man baut Kameras und sonstigen Technikkram auf. Der einzige Überlebende der damaligen Vorfälle verweilt im Irrenhaus, von dieser Person sind keine glaubwürdigen Hinweise zu erwarten. Die Puppen des Schreckens sind derweil alles andere als untätig. Pinhead befreit die Überreste von Andre Toulon aus dessen Ruhestätte, durch ein magisches Elixir hauchen die Puppen ihrem Schöpfer neues Leben ein. Über die frischen "Gäste" des Hotels bricht das Grauen herein. In der Nacht besucht Tunneler ein Mitglied des Teams, um mit seinem Schädel die Stirn des Unglücklichen aufzubohren. Carolyn und ihre Begleiter können die Puppe in ihre Gewalt bringen, wissenschaftliche Untersuchungen fördern unfassbare Tatsachen ans Tageslicht. Als unvermittelt eine vermummte Gestalt auftaucht, fährt Carolyn und ihren Mitstreitern erneut der Schrecken in die Gebeine. Der rätselhafte Fremde stellt sich als Eriquee Chaneé vor, besonders Carolyn scheint sein Interesse zu wecken. Toulons Puppen lassen sich nicht davon beirren, sie führen emsig die Anweisungen ihres Beherrschers aus. Ihre Mission ist von äusserster Wichtigkeit, für den Erfolg sind frische Teile des menschlichen Hirns unverzichtbar. Der Schrecken nimmt erneut seinen Lauf...

Nach dem soliden Auftakt der Reihe, kommen die kleinen Killerpuppen erneut zum Zuge. Der Zuschauer erfährt nun ein wenig mehr über die Hintergründe. In kurzen Rückblenden wird aufgezeigt, wie Andre Toulon zu seinem Wissen kam. Was dazu benötigt wird, die Puppen für einen gewissen Zeitraum zum Leben zu erwecken. Dieser recht ausgedehnte Zeitrahmen neigt sich hier dem Ende zu, daher stehen Toulon und seine Geschöpfe unter Druck. Schliesslich will man es auf gar keinen Fall versäumen, in die heiss ersehnte Verlängerung zu gehen, irgendwer muss ja für Angst und Schrecken sorgen. Es ist kaum überraschend, dass die Puppen erneut die Stars des Films sind. Blade, Tunneler, Leech Woman, Jester und Pinhead geben sich die Ehre, sie werden durch den neu erbauten Torch unterstützt. Torch ist wahrlich ein heisser Geselle, mit seinem Flammenwerfer macht er jedem Widersacher gewaltig Feuer unter dem Hintern. Herrlich ist die Szene, in der ein kleiner Rotzlöffel seine Actionfigur im Wald mißhandelt. Das leblose Plastikpüppchen wird von dem Bengel als Nazi beschimpft und ausgepeitscht (Warum zum Geier sorgt dies bei mir für wohlige Kindheitserinnerungen? Fragt meine längst verstorbenen "Big Jim" Figuren lieber nicht danach...). Im Rausch der Peitschenzucht, entdeckt der fiese Saupanz plötzlich Torch im Wald. Natürlich kann er es nicht lassen, er muss sich mit dem Meister des Feuers anlegen...

Schauspielerisch geht es auf ähnlichem Niveau wie beim Vorgänger zu. Die Darsteller machen ihre Arbeit, niemand fällt besonders positiv oder negativ aus dem Rahmen. Steve Welles schaut hinter seinen Mullbinden gar gruselig aus, dazu sondert er reichlich grotesken Wahn ab, er läuft als Sieger der "Menschenmannschaft" über die Ziellinie. Sex und Gewalt wurden ein wenig zurückgeschraubt, für einen Film wie "Puppet Master II", stellt dies keine besonders clevere Entscheidung dar. Andererseits werden die Puppen effektiver eingesetzt, wodurch diese Scharte wieder ausgewetzt wird. Im Finale spielen sich Blade und Konsorten endgültig in die Herzen ihrer Sympathisanten, diese kleinen Knuffelschätzchen muss man einfach mögen.

Full Moon hat zwar in den Disziplinen Sex und Gewalt ein wenig auf die Bremse getreten, dafür fällt die Atmosphäre intensiver und packender aus. Schon allein die Eröffnungssequenz auf dem Friedhof ist eine Klasse für sich. Die Puppen sind erneut sehr liebevoll zum Leben erweckt worden, Neuling Torch fügt sich prima in die Gruppe der kleinen Killer ein. Mir liegt der Film auf einer DVD von CMV Laservision vor. Diese kommt -wie Teil 1- in einer kleinen Hartbox daher, es stehen erneut zwei unterschiedliche Covermotive zur Auswahl. Die gebotene Qualität geht in Ordnung, die Boni sind zwar nicht üppig, dafür aber durchaus ansprechend und sehenswert. Auch der zweite Puppentanz wurde in Deutschland indiziert, erneut eine völlig überzogene Maßnahme. Eine Freigabe ab 16 wäre völlig ausreichend, gewissermaßen den Gegenbenheiten angemessen.

Erneut reicht es für solide 6,5/10 (erneut 9/10 für die Puppen des Schreckens!)

Lieblingszitat:

"Sind hier Satansjünger in der Gegend?"


Zur Feier des Tages ein weiteres Zitat:

"Die Aura von ruchlosem Wüten, ist aufgesogen in jedem Teilchen dieses Gebäudes!"
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Die Todesparty (USA 1986, Originatitel: Slaughter High)

Marty Rantzen (Simon Scuddamore) ist eine arme Wurst. Er ist ein schwächliches Streberlein, dem seine Klassenkameraden an der High School übel mitspielen. Am 1. April eskaliert der Terror. Zunächst lockt ihn Carol (Caroline Munro) in die Mädchendusche, angeblich um eine Nummer mit ihm zu schieben. Kaum hat sich Marty seiner Klamotten entledigt, blickt er entsetzt in die Gesichter seiner Mitschüler, die vor lauter Freude über den gelungenen Streich, kaum an sich halten können. Damit aber nicht genug, man sabotiert auch noch ein Experiment mit Chemikalien. Dabei kommt es zu einem tragischen Unfall, durch den Marty auf grauenvolle Weise entstellt wird... ...fünf Jahre später soll ein Klassentreffen im alten Schulgebäude stattfinden. Der Kasten steht inzwischen leer, die Ankömmlinge verschaffen sich kurzerhand auf eigene Faust Zutritt. Zunächst hält man das vermeintliche Klassentreffen für einen schlechten Witz, aber dann findet man tatsächlich einen geschmückten Raum samt gedeckter Tafel vor. Es könnte also doch noch ein gelungener Abend werden, doch bald kommt es zu einem ersten Todesfall, flüchten ist nicht möglich, denn das Gebäude wurde abgeriegelt. Ein irrer Killer metzelt sich durch die Reihen, nimmt Marty Rache für die erlittenen Qualen...???

"Slaughter High" bietet dem Slasherfan einen typischen Vertreter aus der Hochzeit des Genres. Die Figuren erfüllen sämtliche Klischees, die Dialoge tönen herrlich bescheuert, die Morde sind ansprechend ausgeführt. Die Atmosphäre stimmt auch, solchen Streifen nimmt man selbst den quietschigen Sound der achtziger Jahre nicht übel. Für den Score sorgte übrigens Harry Manfredini, der sich durch seine Arbeiten für die "Freitag der 13." Reihe, längst selbst ein stattliches Denkmal gesetzt hat. Bei den Morden geht es nicht zimperlich zu, teils wird ordentlich aufs Mett geklopft. Schockierend sind diese Momente aber keinesfalls, dazu kommen sie einfach zu grotesk daher (aber genau dafür liebt man dieses Subgenre). Bei der Besetzung von Highschool Kids, greift man bekanntlich sehr häufig, auf bereits diesem Alter entwachsene Darsteller zurück. Als bekanntestes Gesicht ist hier Caroline Munro an Bord, die dem Massenpublikum durch das Bond-Abenteuer "Der Spion, der mich liebte" ein Begriff sein dürfte. Mir ist sie ans Herz gewachsen, weil sie in der Hammer Perle "Dracula jagt Mini-Mädchen" von 1972 mitwirkt, einem meiner absoluten Lieblingsfilme. Auch ihre Darbietungen in "Der 6. Kontinent" (1976), "Star Crash" (1978) und "Maniac" (1980) sind unvergesslich, jeder dieser Streifen ist in (m)einer (un)gepflegten Sammlung unverzichtbar. Eigentlich wollte ich aber kurz auf das Thema: "Zu alte Schauspieler in Teenie-Slashern" eingehen. In dieser Hinscht hat man mit der Besetzung von Frau Munro den Vogel abgeschossen. Und das ganz sicher nicht, weil ihr überschaubares Talent nicht ausreichend wäre. 1986 war sie bereits 36, eine attraktive Frau im besten Alter. Wie eine Schülerin sieht sie aber zu keiner Zeit aus, da hilft es auch nichts, dass das "Klassentreffen" fünf fiktive Jahre später angesiedelt ist. Ein Grund zu meckern ist diese Tatsache für mich nicht. Im Gegenteil, ich finde es eher auf angenehme Art belustigend, wie man eine Klassefrau krampfhaft auf Teenie und Twen zurechtgemacht hat. Ok, 1986 trifft nicht ganz zu, der Film wurde meines Wissens nach schon ein wenig früher gedreht. Frau Munro wirkt trotzdem angenehm deplaziert.

Bezüglich der Klischees sorgt die gute Caroline ebenfalls für ein echtes Highlight. Sie schafft es in ihrem "Duell" mit dem Killer, tatsächlich dreimal ihre Waffe achtlos aus den Händen zu geben, selbstverständlich ohne den Schlitzer wirklich erledigt zu haben. Die Krone setzt man ihr dadurch auf, dass sie immerhin einen ihrer ehemaligen Mitschüler aus Versehen abmurkst. Für einige Lacher ist also gesorgt. US-Produktionen sind zwar immer wieder dem Mettgut zugetan, zeigen sich aber dafür geizig in der Disziplin Möpse. "Slaughter High" spendiert dem lechzenden Zuschauer wenigstens kleine Einblicke, die Sexszene des Streifens punktet gar mit den "besten" Dialogen des gesamten Films. An dieser Stelle habe ich wirklich Tränen gelacht. Der Anfall dauerte rund zehn Minuten, selbst jetzt verzieht sich meine Fratze noch ständig. Nachdem es bis vor einiger Zeit in Deutschland nur Bootlegs zu "Die Todesparty" gab, kann man den Film dank Cine Club jetzt offiziell und ungekürzt bewundern. Die DVD ist gut gelungen, die Qualität ansprechend, im Bonusmaterial findet man diverse Trailer, dazu eine sehenswerte Doku über den Produzenten Dick Randall. Als Verpackung dient ein Metalpak. Ich bin zwar kein Fan dieser Blechdosen, aber immerhin ist das Cover ansprechend, letztlich zählt sowieso der Inhalt. Daumen hoch für diese gelungene Veröffentlichung!

Guter, fast sehr guter Slasher = 7,5/10

Lieblingszitat:

Stella:
"Oh Frank, mach weiter..."
Frank: "Ich kann nicht, ich kann nicht!"
Stella: "Sag was geiles, Frank, sag was geiles!"
Frank: "Ach Scheisse."
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BeitragVerfasst: 12.08.2010 00:09 
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Carrie 2 - Die Rache (USA 1999, Originaltitel: The Rage: Carrie 2)

Rachel (Emily Bergl) wird als junges Mädchen von ihrer geistesgestörten Mutter getrennt. Mama darf in der Irrenanstalt ihr Dasein fristen, Rachel wächst bei Pflegeeltern auf. Auf der High School ist Rachel eine Außenseiterin, aber mit ihrer Mitschülerin Lisa (Mena Suvari) verbindet sie eine sehr innige Freundschaft. Im Schulbus berichtet Lisa überglücklich von ihrem traumhaft schönen Wochenende, will aber noch nicht verraten, mit welchem begehrten Burschen sie dieses verbracht hat. Wenige Stunden später begeht Lisa Selbstmord, scheinbar ohne erkennbaren Grund. Rachel findet eindeutige Hinweise auf die Ursache für den Freitod ihrer Freundin. Doch besagte "Ursache" ist ein talentierter Footballspieler, stammt dazu aus einer einflussreichen Familie, ergo kommt er ohne grössere Komplikationen davon. Keine leichte Zeit für Rachel, doch nach und nach entwickelt sich eine zarte Beziehung zwischen ihr und Jesse (Jason London). Obwohl er zur Clique der Weiber- und Sporthelden gehört, sind Jesses Gefühle für seine neue Freundin aufrichtig. Tracy (Charlotte Ayanna) wurde kurz zuvor von Jesse abserviert, sie will sich für die Schmach an Rachel rächen, spannt dazu die Kumpel von Jesse vor ihren Karren. Lehrerin Sue Snell (Amy Irving) ist alarmiert. Sie erlebte vor zwanzig Jahren mit, wie die telekinetisch begabte Carrie White von ihren Mitschülern in eine grausame Falle gelockt wurde. Der Vorfall endete in einer schrecklichen Katastrophe. Sue hat längst erkannt, dass auch Rachel über telekinetische Kräfte verfügt...

"Carrie" (1976) von Brian De Palma gilt längst als einer der grossen Klassiker des Horrorkinos. Kann man nach mehr als zwanzig Jahren eine würdige Fortsetzung produzieren? Meine Befürchtungen waren gross, doch als mir die DVD zu "Carrie 2" für 3€ in die Hände fiel, siegte letztlich doch die Neugier. Tatsächlich und erwartungsgemäß versagt der Zweitaufguß, wenn man sich ständig die überragende Qualität von De Palmas Werk vor Augen führt. Gibt man dem neuen Film jedoch eine faire Chance, bekommt man einen durchaus unterhaltsamen und gut gespielten Teeniehorror-Flick zu sehen. Damit sind wir auch schon bei einem markanten Unterscheidungsmerkmal angekommen, welches Original und Fortsetzung in unterschiedliche Schubladen fallen lässt. "Carrie" geht als "allgemeiner" Genreklassiker durch, der "Teeniebezug" ist eher zweitrangig. "Carrie 2" fühlt sich viel mehr nach Teeniehorror an, versinkt aber nicht völlig im Sumpf der üblichen Klischees. Sicher, man findet die üblichen Abziehbilder vor, die auch in jedem Slasher auftauchen, doch die Hauptfigur wurde mit deutlich mehr Tiefe ausgestattet. An dieser Stelle wird ein Lob für Emily Bergl fällig, die zwar längst nicht die Intensität der Darbietung der "Originalcarrie" Sissy Spacek erreicht, doch im Rahmen der hier gegeben Möglichkeiten sehr ordentlich aufspielt. Neben der Hauptdarstellerin verblasst die übrige Cast ein wenig. Amy Irving schliesst die Lücke zwischen Bergl und dem Rest, ihre Darstellung (der noch immer von den damaligen Ereignissen geplagten Pädagogin) überzeugt. Der Film kommt überwiegend ruhig daher, hängt dabei aber nie durch. Im Finale lässt man sich gehen, wodurch man sich teils ansatzweise der Lächerlichkeit preisgibt. Wo "Carrie" mit geradzu dämonischer Bedrohlichkeit für Gänseschauer sorgte, wütet "Carrie 2" wilder und blutiger, verliert dadurch aber an Wirkung. Ich gebe gern zu, dass mir die "Schauwerte" überwiegend gefallen haben, doch sie zerstören die Atmosphäre mehr, als das sie dieser zuträglich sind. Ok, auch Rachel ist Telekinetin, aber muss sich ihr kleines Tattoo deshalb plötzlich über ihren Körper ausbreiten? Leider fehlte den Machern der Mut ausgetretene Pfade zu verlassen, was nicht immer der verkehrte Weg sein muss, hier aber ein wenig schade anmutet.

Man könnte statt einer Fortsetzung auch von einem "Quasi-Remake" sprechen, ausgeführt mit den Mitteln der späten neunziger Jahre. Die Mutlosigkeit der Verantwortlichen wird schon vor der Sichtung klar, der Name "Carrie" hat streng genommen nichts im Titel zu suchen. So wird aus dem vermeintlichen Zugpferd eine Bürde, denn im Vergleich mit der Vorlage kann der Nachfolger nur verlieren. So mancher Fan von De Palmas "Carrie", wird "Carrie 2" verfluchen wollen, was der Streifen aber nicht verdient hat. Mit ein wenig mehr Freude am Risiko, hätte man einen echten Überraschungsknüller an den Start bringen können. Doch trotz diverser Unzuänglichkeiten und selbst aufgesteller Fussangeln (in die man selbstverständlich mit Ansage hineintappt), hat mir "Carrie 2" gut gefallen. Hauptsächlich mag das an Emily Bergl liegen, die sich mit jeder Minute mehr und mehr in mein Herz spielen konnte. Das Wiedersehen mit Amy Irving hat mich ebenfalls gefreut, die übrige Besetzung füllt das Gesehen brauchbar auf. Lasst euch nicht davon abschrecken, dass man Mena Suvari und Eddie Kaye Thomas zu dieser Zeit auch in "American Pie" zu sehen bekam. Dylan Bruno wirkt als Kotzbrocken mit, er gehört heute zur Stammbesetzung der Fernsehserie "Numb3rs".

Die DVD von MGM bietet überraschenderweise ein paar Boni, insgesamt eine empfehlenswerte Scheibe. Die Bewertung des Films fällt mir nicht leicht. Als Fortzung von "Carrie" ist der Streifen überwiegend ein Versager, verdient vermutlich nicht mehr als 4/10. Gibt man ihm jedoch als eigentständiges Werk seiner Zeit eine faire Chance, bekommt man einen unterhaltsamen Film mit einer tollen Hauptdarstellerin geboten. Auch wenn mir das Ausblenden des übermächtigen De Palma Klassikers schwer fällt, möchte ich 7/10 für diesen "irgendwie" sympathischen Film ziehen. Hätte man "Carrie" lediglich als Inspiration angegeben, dazu noch ein wenig mehr Mut bewiesen, hätten wir es vielleicht mit einem zukünftigen Klassiker zu tun. Hätte, wäre, wenn...

Lieblingszitat:

"Nicht in diesem Ton!"
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BeitragVerfasst: 12.08.2010 11:55 
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Shutter Island

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(...) Wir schreiben das Jahr 1954, US-Marshal Teddy Daniels, gespielt von Leonardo DiCaprio, ist mit der Fähre auf dem Weg nach Shutter Island - eine Einrichtung in der geisteskranke Kriminelle behandelt werden. Mit an Bord sein neuer Partner Chuck Aule, gespielt von Mark Ruffalo. Die beiden sollen klären, wieso die Kindermörderin Rachel Soland aus der Anstalt entkommen konnte. Auf der Insel angekommen, auf der es nur die die Anstalt in einer alten Bürgerkriegsfestung gibt, stoßen die beiden Beamten erstmal auf Schweigen. Der ärztlichte Leiter Dr. Cawley, Ben Kingsley sichert ihnen zwar die völlige Unterstützung zu, Akteneinsicht wird Daniles und Aule jedoch nicht gewährt.
Zu den erschwerten Arbeistbedingungen gesellt sich auch noch ein Sturm dazu, der es der einzigen Verbindung zum Festland, der Fähre, unmöglich macht die beiden Beamten wieder abzuholen. Auch eine telefonische Verbindung zum Festland ist nicht herzustellen. In dieser kritischen Situation erfahren wir, dass Teddy Daniels nicht ganz uneigennützig den Fall auf Shutter Island angenommen hat - scheinbar sitzt ein Pyromane auf der Insel ein, der für den Tod von Daniels Frau verantwortlich ist...

"Shutter Island" ist ein hervorragend inszinierter Thriller mit düsteren, paranoiden Elementen. Dein dunkles Orchester unterstreicht schon in den ersten Filmminuten, dass auf der Insel nichts Gutes zu erwarten ist, Robert Richardson liefert dazu die passenden, beklemmenden Bilder.
Scorsese schafft es, die Atmopshäre der 60er perfekt und stimmig zu vermitteln. Die Bilder von Daniels Albträume wirken genau wie sein sollen: verstörrend! Und sie erzeugen das Gefühl, dass der Zuschauer gespannt darauf ist, was genau dahinter steckt.

Ein wenig Blut sollte der Zuschauer schon gewohnt sein.
Auch wenn einige Nebenrollen zu stereotyp wirken, hilft das der Atmosphäre des Films auf eine gewisse Art und Weise.
Ein paar Längen im Film, vor allem gegen Ende, können Scorsese verziehen werden. Mich hat der Film mit seinen tollen Bildern, seiner Atmosphäre, den guten Darsteller, der düsteren Musik und seiner Geschichte im Großen und Ganzen überzeugt und bestens unterhalten.


Die Bluray hat ein tolles Bild, der Ton scheint mir in Ordnung. Als Extras sind zwei Dokumentationen und drei Programmvorschauen zu verbuchen, eher mager. Da es aber nur die Leihversion aus der Blurayothek war, kann ich nicht sagen, wie gut eine Kaufversion ausfällt.
Es bleibt bei der Wertung:

8/10


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BeitragVerfasst: 13.08.2010 00:17 
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Snakehead Terror (Kanada 2004, Originaltitel: Snakehead Terror)

Eine kleine Ortschaft in Nordamerika, gelegen an einem hübschen See, umgeben von einem herrlichen Gebirgspanorama. Vor zwei Jahren fraßen sich gierige Raubfische durch den übrigen Fischbestand des Gewässers, nur mit einer feisten Dosis Gift konnte man den sogenannten Snakeheads beikommen. Nach dieser Aktion war der See leergeräumt, zumindest hielt man alle Snakeheads für erledigt. Der Bestand an "normalen" Fischen erholte sich seither langsam, inzwischen kann man wieder auf ein paar Angeltouristen hoffen. Als jedoch die Leiche ein allseits bekannten Dorfbewohners aus dem See gezogen wird, beschleicht Sheriff Patrick James (Bruce Boxleitner) ein grausiger Verdacht. Der tote Körper ist fürchterlich entstellt, dazu findet der zuständige Doc einen grossen, scharfen Zahn vor, der dem Angreifer bei der Attacke abhanden gekommen sein muss. Es soll aber noch dicker kommen, bei einem Wettschwimmen zerlegt es den Freund von Amber (Chelan Simmons), der Teenie-Tochter des Sheriffs. Lori Dale (Carol Alt) wird als beratende Biologin hinzugezogen, sie ordnet den besagten Zahn einem Snakehead zu. "Eigentlich" ist dieser Zahn ein paar Nummern zu gross für einen Snakehead, "eigentlich" sollten sich im See keine Tiere dieser Art aufhalten. Während der Bürgermeister auf die Warnungen des Gesetzeshüters pfeift, schliesslich braucht man die Kohle der Touris, eskaliert die Lage unaufhaltsam. Bald ist es offensichtlich, der idyllische See ist zum Tummelplatz mutierter Killerfische geworden, die sich zu allem Überfluß auch recht gut an Land bewegen können...

"Snakehead Terror" entstand unter der Regie von Paul Ziller, der inzwischen seit rund zwei Jahrzehnten im B-Sektor unterwegs ist. Der Streifen bedient sich bei den üblichen Klischees, Innovationen darf man zu keiner Zeit erwarten. Da hätten wir den emsigen Sheriff, der beim verantwortlichen Lokalpolitiker auf taube Ohren stösst, nebenbei noch Problemchen mit seiner jugendlichen Tochter hat. Keine Frage, das Töcherlein gerät natürlich in grosse Schwierigkeiten, Monstergesindel trachtet nach ihrem Leben usw... Diese bewährten Zutaten mag der Skeptiker als ausgelutscht empfinden, hier sind sie jedoch angemessen und unterhaltsam. Bruce Boxleitner passt sehr gut in die Rolle des Kleinstadtbullen, Carol Alt gibt eine brauchbare Co-Heldin ab. Chelan Simmons gefällt als kämpferische Tochter, selbst die von Juliana Wimbles dargestellte Freundin wird nicht allzu anstrengend, obwohl man ihr die Rolle der "Nervgöre" aufgedrückt hat. Ein Arzt mit befleckter Weste, ein grenzdebiler Deputy und andere "Standardgestalten", runden das gut ausgewählte Ensemble ab. Glanzleistungen werden nicht geboten, doch die sind in einem Film wie "Snakehead Terror" gar nicht gefragt. Alle Schauspieler bringen ihre Rollen ansprechend und angemessen rüber, ergo ist das Soll erfüllt.

Die mutierten Monsterfische sehen angenehm fies aus, die Qualität der Special Effects schwankt dabei nicht unbeträchtlich. Was sich unter der Wasseroberfläche abspielt wurde am Computer generiert, einige Landszenen ebenfalls. Diesen Szenen sieht man die begrenzten Finanzmittel an, wenn mit "greifbaren" Materialien gearbeitet wird, sind die Effekte weitaus schöner anzusehen. Ein Grund zum Gemecker sind die teils mittelprächtigen FX nicht, gerade diese Ecken und Kanten, tragen ihren Teil zum Charme solcher Filme bei. Immer wieder geht es angenehm blutig zu. Wüstes Gemetzel wird dabei erwartungsgemäß nicht geboten, aber für "Tierhorror von der Stange", kommt "Snakehead Terror" in durchaus rustikaler Gangart daher. Während des Finales knallt man dem Zuschauer einen dicken Brocken vor den Latz, der Genrefan wird seine Freude daran haben, andere Teilnehmer werden sich mit Grausen abwenden. Für die Mutation der Fischlein liefert man schon zuvor die Erklärung, die (ebenso erwartungsgemäß) an den Haaren herbeigezogen wurde. Wie gehabt sei allen Nörglern gesagt: Das muss so sein! Grins...

Splendid bietet eine ordentliche DVD zu "Snakehead Terror" an. Das Bild gefällt, leider gibt es keine Boni mit Bezug zum Film, lediglich diverse Trailer aus dem Programm des Labels werden angeboten. Wer Lust auf einen kleinen Tierhorror-Schocker verspürt, sollte die Killerfische seiner Sammlung zuführen. Ein Klassiker wird "Snakehead Terror" nie werden, aber ein unterhaltsamer Beitrag für Genrefans ist diese Klischee-Suhle ohne Frage. Wem liebenswerter Unfug wie z.B. "Piranha II" nicht zu bescheuert war, sollte dem Film auf jeden Fall eine Chance geben.

6/10 scheinen mir angebracht. Ich lege aber noch ein halbes Sympathiepünktchen drauf: 6,5/10 (oberste Mittelklasse).

Lieblingszitat:

"Sie wecken mich mitten in der Nacht auf, um mir einen Zahn zu zeigen?"
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